Sie sind hier: Startseite > Bilder > 2015 > Lange Nacht der Kirchen

Lange Nacht der Kirchen
in unserer Pfarrkirche
am Freitag, 29. Mai 2015

Zum ersten Mal haben wir als Pfarre bei dieser österreichweiten Aktion mitgemacht.

Das Programm und den Ablauf konnten wir selbst aussuchen und somit stand unserer Kreativität und unserer Begeisterung nichts mehr im Wege. In vielen Vorbereitungsstunden wurden die Ideen von unseren Arbeitskreismitgliedern und vielen freiwilligen Helfern in die Tat umgesetzt.

Und dann war es endlich soweit! Bei strahlendem Sonnenschein läuteten unsere Glocken und setzten somit das Startzeichen für diese Lange Nacht. Pünktlich um 18.00 Uhr konnte unser Pfarrer Cristinel schon ganz viele Besucher in unserer Kirche begrüßen. Das Allerheiligste wurde in der kleinen Kapelle ausgesetzt, wo bis kurz vor Mitternacht die Möglichkeit zur stillen Anbetung war. Gerne wurde diese Gelegenheit genutzt.

Zu jeder vollen Stunde gab es eine kurze Besinnung und verschiedene Chöre unserer Gemeinde präsentierten ihr Können. Zu Beginn kamen unsere Jüngsten.

Mit dem Müslechor unter der Leitung von Martina kam auch ein großer Fanclub mit und innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich eine tolle Atmosphäre im Kirchenraum. Mit ihren Stimmen und ihrem Temperament verstanden sie es ausgezeichnet die Besucher zu begeistern. Fasziniert waren die Kinder auch von den Handpuppen von Maria Bont und der Idee, mit Gott ein Haus zu bauen.

Bei der anschließenden Schatzsuche, die von unserem Ministrantenteam vorbereitet wurde, entdeckten die Kinder viele Schätze unserer Kirche. Der kleine grüne Drache Fridolin, der es trotz unserem Kirchenpatron, dem heiligen Georg, in den Kirchenraum geschafft hatte, führte sie geschickt von einer Station zur anderen, bis sie schließlich zur Schatztruhe in der Sakristei fanden. Belohnt wurden sie dafür mit einer „Drachenmedaille“ und einer süßen Kleinigkeit.

Nicht nur optisch (ausnahmsweise waren unsere Chorsängerinnen und Sänger auch zu sehen und nicht nur auf der Empore) sondern auch stimmlich wusste unser Kirchenchor zu begeistern. Die Männerscola bestand zwar nur aus 8 Männern, vermochte aber mit ihren gewaltigen Stimmen jedes Eck in unserer Kirche zu füllen. Der Chorleiterin Gisela Hämmerle gelang es ausgezeichnet, die vielen verborgenen Talente ihrer Sängerinnen und Sänger an die Oberfläche zu bringen.

Ein kleines, aber feines Orgelkonzert boten Imelda Nägele und Magdalena Bawart. Gerne standen sie anschließend Rede und Antwort bei Fragen rund um die Orgel.

Mittlerweile war es vor der Kirche schon dunkel geworden und das geheimnisvolle Lichterlabyrinth konnte entzündet werden. Traumhaft war die Stimmung, die sich verbreitete. Tausende Lichter im hohen Gras, das begehbare Labyrinth, die Farben der Wolken am Abendhimmel und das faszinierende Bergpanorama brachten so manchen Besucher zum Staunen. Viele standen einfach nur still da und ließen die wunderbaren Eindrücke auf sich wirken. Wie schön hat Gott doch die Welt gemacht!

Das Licht des Lagerfeuers, an dem viel gelacht, erzählt und „Steckerlbrot“ gemacht wurde, tauchte die Wiese zwischen Pfarrhaus und Kirche in wunderbares Licht.

Der Andrang bei der Turmbesteigung sprengte alle unsere Erwartungen. Viele hatten an diesem Abend das erste Mal die Gelegenheit dazu und waren sehr beeindruckt von der gewaltigen Größe der Glocken und der traumhaften Aussicht. Vorsichtshalber haben unsere Mesner das Glockengeläut ausgeschaltet, damit den Turmbesteigern nicht die Glocken um die Ohren fliegen konnten.

Die Schätze der Sakristei und besonders die alten Priestergewänder zogen viele neugierige Blicke auf sich. Mit viel Liebe haben unsere Mesner diese Sakristeischätze ins rechte Licht gerückt.

Stimmlich perfekt und absolut professionell wie immer, präsentierte sich das Davidlieder-Team. Verstärkt mit Bruno Piazzi boten sie ein sehr abwechslungsreiches Programm. Die vielen Zuhörer und der große Applaus bestätigten ihr Können.

Beim Auftritt der Brasiliengruppe verbreiteten sich das Temperament und die Lebensfreude, die unsere Jugendlichen bei ihrer Reise zum Weltjugendtag nach Brasilien im Jahr 2013 mit Pfarrer Cristinel erleben konnten, unter den Zuhörern. Man spürte ihre Freude und Begeisterung, obwohl sie in verkleinerter Formation auftraten.

Pfarrer Cristinel spendete auf Wunsch die ganze Nacht Einzel-, Paar-, Familien- oder Kindersegen und ganz viele machten gerne von diesem Angebot Gebrauch.

Unter dem Motto „Genuss und Begegnung“ stand die Agape. Die ganze Nacht hindurch verpflegten die Frauen vom Sozialarbeitskreis die Besucher mit Köstlichkeiten. Neben Getränken, Gulaschsuppe, Brot und Käse (gesponsert von Kurt Konzett) gab es auch eine große Vielfalt von ausgezeichneten Kuchen. Ganz viele verweilten bei einem Gläschen Wein (oder auch zwei) an den vielen Stehtischen und für manchen wurde so die Nacht länger als geplant.

Kurz vor Mitternacht traf man sich nochmals in der Kirche. Gemeinsam haben wir die 11 Strophen von „Großer Gott wir loben dich“ gesungen und Imelda Nägele begleitete auf der Orgel. Das Allerheiligste wurde in den Tabernakel zurückgesetzt und somit die „Lange Nacht“ beendet.

Eine LANGE NACHT ist zu Ende gegangen und doch wirkt sie immer noch nach. Hoffentlich bei ganz vielen Besuchern auch, die all das erleben konnten. Die einzelnen Regentropfen, die sich vom Himmel verirrt hatten, konnten der guten Stimmung und der besonderen Atmosphäre nichts anhaben.

Ein ganz herzliches „Vergelt’s Gott“ unserem Pfarrer Cristinel, Helga Reimann als Hauptinitiatorin der Langen Nacht, allen Pfarrgemeinderäten, allen Besuchern, allen Arbeitskreismitgliedern, allen freiwilligen Helfern und allen „guten Geistern“ im Hintergrund.

Alle haben mitgeholfen, dass diese Nacht für viele eine besondere Nacht wurde.

Margit Bawart

Zur Galerie