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Vortrag mit Mag. Christian Fehr
am Dienstag, 25. April 2017

Das Interesse am Vortrag von Mag. Christian Fehr über die Patientenverfügung war sehr groß und so konnten wir 36 Seniorinnen und Senioren im Foyer der Volksschule begrüßen. Das Thema war sehr umfangreich und auch etwas kompliziert, aber Herr Fehr versuchte uns alle Möglichkeiten genauestens zu erklären und spezielle Fragen zu beantworten.

Eine Patientenverfügung ist eine Form, im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte, bei klarem Bewusstsein, ohne Druck und Zwang, nach reiflicher Überlegung frühzeitig meinen Willen kundzutun, was ich im Falle einer schweren Erkrankung ablehne, z. B. künstliche Beatmung, künstliche Ernährung, sonstige lebensverlängernde Maßnahmen usw.

Es gibt drei verschiedene Formen:

Die “Beachtliche Patientenverfügung“ - man kann einen Textvorschlag übernehmen oder einzelne Abschnitte weglassen, umformulieren oder andere hinzufügen.

Die „Verbindliche Patientenverfügung“ – muss zusammen mit einem Arzt erstellt und von einem Notar, einem Rechtsanwalt oder dem Patientenanwalt beglaubigt werden. Sie gilt fünf Jahre und muss dann wieder erneuert werden.

Der „mutmaßliche Patientenwille“ - das sind primär mündliche und schriftliche Äußerungen z. B. in der Familie, bei Bekannten und Freunden.

Eine andere Form ist die Vorsorgevollmacht. Dort besteht die Möglichkeit, eine Person meines Vertrauens zu bevollmächtigen, alle notwendigen Entscheidungen zu treffen, wenn ich in rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst entscheiden oder ich mich nicht mehr selbst äußern kann.

Die Patientenverfügung und auch die Vorsorgevollmacht kann jederzeit widerrufen werden.

Unterlagen und Formulare gibt es beim IfS, beim Seniorenrat der Landeshauptstadt Bregenz und beim Gesundheits- und Krankenpflegeverein Vorderland!

Nach diesem interessanten Vortrag und einer guten Jause ging dieser schöne Nachmittag zu Ende. Herzlichen Dank an Mag. Christian Fehr, dass er sich die Zeit genommen hat.

Berta Leiner